Outdoor-Sport

Speed Hiking: Zwischen Wandern und Trailrunning

Schnelles Gehen mit Walking-Stöcken in alpinem Gelände - ungefähr so könnte der Outdoor-Trend Speed Hiking definiert werden. Für wen es sich besonders eignet und was du dafür brauchst, verraten wir dir hier.

Frau beim Speed Hiking
Speed Hiking ist eine Mischung aus Wandern und Trailrunning Foto: istock/sportpoint

Der Name dieser Sportart klingt zunächst nach einem Widerspruch. Speed und Hiking (also Tempo und Wandern) passen doch eigentlich nicht zusammen, oder? Doch, finden wir - und auch immer mehr andere Menschen, die mit ultra leichter Ausrüstung und schnellem Tempo die Berge erkunden. Wenn du in deinem nächsten Urlaub Lust hast, dich im Gipfelstürmen auszuprobieren, brauchst du leichtes Gepäck. Zum Beispiel diesen klimaneutralen Rucksack von Vaude:

Was ist Speed Hiking?

Auf den ersten Blick erinnert Speed Hiking an eine Mischung aus Nordic Walking und Trail Running. Auch wenn sich Elemente von beiden Bewegungsformen im schnellen Wandern wiederfinden, gibt es doch einige Unterschiede. Das Gelände ist anspruchsvoller als beim Walken, meist wird der Sport in Bergregionen betrieben. Die Geschwindigkeit ist durchaus sportlich, aber kein Laufen,  auch nicht auf den flachen Teilen der Strecke. Außerdem wird beim Speed Hiking mehr Gepäck mitgeführt als beim Laufen - Wechselklamotten, Verpflegung und Karten oder GPS-Gerät gehören auf jeden Fall dazu. 

Was brauche ich für Speed Hiking?

Die wichtigste Ausrüstung besteht aus gut passenden Wanderschuhen, einem leichten Rucksack und Stöcken mit Handschlaufen. Du solltest darauf achten, dass alle Ausrüstungsbestandteile leicht und wetterbeständig sind. Schließlich möchtest du weder Rückenschmerzen vom Tragen bekommen, noch nach dem ersten Nieselregen frieren. 

Bei der Kleidung eignen sich deine üblichen Lauf- oder Wanderklamotten. Ziehe dich am besten nach dem Zwiebelprinzip an, um auf alle Wetterlagen ausgerüstet zu sein. Auch abnehmbare Ärmel oder Hosenbeine können für Temperaturwechsel hilfreich sein. Am besten besteht deine Kleidung aus wasserableitenden, schnelltrocknenden Materialien. Baumwolle und Co. kleben nach dem ersten Schweißausbruch oder Regenschauer am Körper, was nicht nur unangenehm sondern auch ungünstig für die Temperaturregulierung ist.

Das wichtigste Utensil ist aber - wie bei fast allen Formen von körperlichem Training - der richtige Schuh.

Speed Hiking Schuhe

Die passenden Schuhe zu finden ist gar nicht so einfach. Die meisten Modelle sind inzwischen technisch bestens ausgerüstet und bestehen aus wasserabweisendem Material. Wenn du kein Fachgeschäft in deiner Nähe hast um dich beraten zu lassen, kannst du dich auch online umsehen. Achte dabei auf Schuhe, die ein gutes Profil haben, leicht und wetterfest sind. Ein hoher Schaft sorgt für mehr Stabilität, während ein niedriger Schaft noch weniger Gewicht mit sich bringt. Trailrunningschuhe sind eine gute Wahl - schwere Wanderstiefel eher nicht. Auch müssen die Modelle nicht steigeisentauglich sein.

  • Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest und einen knöchelhohen Schaft präferierst, könnte dir der Alpenrose 2 Mid Gore-tex Trekking-Stiefel von Salewa gefallen. Mit seiner flachen Form passt er sich der weiblichen Fußform besonders gut an. Er hat eine flache Sohle mit gutem Profil, ist in zwei Farben und einem breiten Größenspektrum erhältlich.

  • Solltest du einen niedrigen Schaft bevorzugen, könnte der Speed Beat Gore-tex Traillaufschuh von Salewa dein Modell werden. Das wasserfeste Modell kommt in vier verschiedenen Farben und wiegt gute 100 Gramm weniger - was je nach Tour durchaus einen Unterschied machen kann.

  • Wer mit ein paar Gramm mehr leben kann, aber auch bei Dauerregen keine nassen Füße riskieren möchte, ist mit dem Speedcross 4 GTX von Salomon gut versorgt. Bei diesem Modell wurde der Fokus auf Funktionalität gesetzt. Es ist nicht nur komplett wasserdicht, sondern besitzt auch eine griffige Gummisohle für bestmöglichen Halt.

Speed Hiking Rucksack

Ein gut sitzender, nicht zu schwerer Rucksack ist der nächste Teil deiner Ausrüstung. Wir mögen den Trail Spacer 18 von Vaude besonders, da er im Gegensatz zu vielen anderen Modellen speziell für Speed Hiking konzipiert wurde. Er hat ein westenähnliches Tragesystem, drückt also auch bei hohem Tempo nicht auf die Hüfte oder den unteren Rücken. Zahlreiche Schlaufen sorgen für die bestmögliche Einstellbarkeit, Taschen am Schultergurt für die leichte Mitnahme von Gels, Snacks und kleinen Softflaschen für Wasser. Du musst den Trail Spacer zum Essen oder Trinken also nicht abnehmen. Außerdem ist das Modell - wie alle von der Marke Vaude - klimaneutral hergestellt.

  • 19 Liter Fassungsvermögen

  • nahtlose Rückenpartie, die nicht scheuert

  • komplett klimaneutral

Speed Hiking Stöcke

Unerlässlich sind die Stöcke, vor allem bei Berg-Touren. Sie helfen bei der Gewichtsverteilung und machen dich so bergauf schneller und bergab helfen sie dabei, die Gelenke möglichst wenig zu belasten. Ein klappbares Modell wie das Trek-Z von Trekology ist dabei eine gute Wahl. Es kommt mit zwei verschiedenen Größen und mit verschiedenen Aufsätzen für unterschiedliche Untergründe.

  • 19 Liter Fassungsvermögen

  • nahtlose Rückenpartie, die nicht scheuert

  • komplett klimaneutral

GPS Gerät oder Uhr

Für die Orientierung im Gelände sind neben Karten auch GPS-fähige Geräte ein wichtiges Ausrüstungsteil. Wer kein zusätzliches Gerät mitnehmen will, kann auf eine der immer genaueren GPS-Uhren zurückgreifen. Die Garmin Instinct ist extrem robust, wasserdicht und leicht. Sie ist also nicht nur für deine normale Sportroutine gut geeignet, sondern macht auch im Gelände einiges mit. Neben Orientierungshilfe und dem Empfangen von Nachrichten bietet sie dir auch die Überwachung deiner Pulsdaten. Beim Speed Hiking solltest du noch im Bereich zwischen 60 und 85 Prozent deiner maximalen Herzfrequenz liegen.

  • GPS-fähig

  • wasserdicht und robust

  • in verschiedenen Farben erhältlich

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Was sollte ich beim Speed Hiking noch beachten?

Du solltest auf allen Touren Wasser, Sonnenschutz und energiereiche Snacks wie Riegel oder Gels mit dir führen. Welche Ausrüstung noch dazu kommt, hängt von deiner Strecke, den Wetterverhältnissen und den Höhenmetern ab.

Plane deine Wanderungen gut, achte auf den Wetterbericht und halte dich immer an die Hinweisschilder auf den Wegen. Dann steht einem Outdoor-Abenteuer nichts mehr im Weg!

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Für wen eignet sich Speed Hiking?

Im Grunde für alle, die sowieso schon gern die Wanderschuhe schnüren, in der Natur sind oder das Laufen lieben. Speed Hiking wird deine Fitness verbessern, denn es trainiert neben deinen Bein- und Rumpfmuskeln auch dein Herz-Kreislauf-System. Probier es doch einfach mal aus!