Wir haben es überallhin mitgeschleift, nachts damit gekuschelt und es mit unserem Mittagessen gefüttert (vor allem mit dem, was wir nicht mochten) – unser Lieblingskuscheltier.

Einige von uns haben diese Kuscheltiere irgendwo im Schrank liegen. Denn längst sind wir aus dem Alter raus, in dem wir sie mit ins Bett genommen haben. „Als Erwachsene fühlen wir uns zu alt, um noch damit zu kuscheln. Wir schauen sie uns lieber auf Fotos an“, sagt Elke Moorkamp. Deshalb hat sie eine Porträtreihe über alte durchgeknuddelte Kuscheltiere gemacht. „Möppi und seine Freunde“ heißt die Serie und Hauptprotagonist ist der Stoffhund „Möppi Baumann“, den die Fotografin bei Ebay ersteigert hat.


Mit den Fotos will sie die Erinnerungen an unsere Erlebnisse mit den plüschigen Freunden wecken. Dabei eignet sich aber nicht jedes Kuscheltier für so ein Foto, weiß Elke Moorkamp: „Alte Tiere mit Flecken, angenähten Armen und Knopfaugen lösen eher was beim Betrachter aus als Neue. Die haben nämlich keinen Ausdruck, sie erzählen keine Geschichte.“ Deshalb sucht Moorkamp nicht in Spielzeuggeschäften nach neuen Plüschtieren für ihre Fotos sondern auf Flohmärkten und im Freundeskreis.


Die Idee zu „Möppi und seine Freunde“ kam ihr, als sie zufällig ihren eigenen Teddy von damals wiederfand. „Er ist das Einzige, was mir aus meiner Kindheit geblieben ist. Da hängen viele Erinnerungen dran“, sagt Moorkamp. Genauso wie an jedem unserer Kuscheltiere. Und auch wenn das auf den Fotos fremde Plüschtiere sind, so wecken sie in uns doch die Erinnerungen an unsere Kindheit.

Diese und weitere Porträts von Möppi und seinen Freunden kann man auf Moeppi-Baumann.de bestellen.


Möppi Baumann und Fotografin Elke Moorkamp.