Tofu und Gemüse statt Fleisch, Sojadrinks statt Milch. Heute am ersten November ist Weltvegantag und eine Redakteurin hat sich ihr Essen einmal genauer angeschaut und versucht, sich vegan zu ernähren.

Die Betonung liegt bei meinem Selbstversuch ganz klar auf "versucht". Denn ganz so einfach ist der Verzicht auf alle tierischen Produkte nicht. Und oft weißt man als Laie auch gar nicht, was in den Lebensmitteln überhaupt drin ist und ob das jetzt wirklich vegan ist oder nicht.

Es fing schon beim Frühstück an. Ich wollte Knäckebrot mit selbstgemachter (und somit weiß ich, dass sie vegan ist!) Erdbeermarmelade essen. Allerdings fand ich in der Zutatenliste vom Knäckebrot den Zusatz „enthält Magermilchpulver“, womit das Knäckebrot nicht vegan ist. Schnell stieg ich auf Müsli mit Sojamilch um, die hatte ich nämlich in weiser Voraussicht schon eingekauft.

Den mittäglichen Gang zur Kantine ersparte ich mir. Von den Gerichten dort ist zwar eines vegetarisch, aber auf Käse und Sahne in den Saucen wird da nicht verzichtet. Meine Kollegin wollte unbedingt eine Kumpir-Kartoffel und ich ließ mich überreden, die sind ja auch verdammt lecker. Bei der Bestellung musste ich dann auf den Käse und die leckere Joghurt-Sauce verzichten. Stattdessen: Nur Gemüse drauf. Etwas trocken, aber kann man essen, schließlich hatte ich keine Alternative.

Natürlich habe ich auch vergessen, mir für mein Nachmittagstief vegane Schokolade zu besorgen. In unserer Snackbox sind zwar viele süße Helfer gegen ein kleines Tief, aber keiner davon ist vegan. Ein Glas Cashewnussmus steht allerdings noch auf meinem Schreibtisch – ein Löffel davon muss dann jetzt als Ersatz dienen.

Und für heute Abend habe ich mir schon ein veganes Rezept aus Attila Hildmanns Kochbuch „Vegan For Fit“ ausgesucht, das ich nachkochen werde: Zucchini-Spaghetti.

Da ich schon Vegetarierin bin, ist Fleisch für mich schon seit Jahren tabu und fehlt mir auch nicht. Aber auf vegane Ernährung umzustellen, das bedeutet vor allem, sich richtig vorzubereiten und die nötigen Ersatzprodukte zu kaufen, von denen es mittlerweile eine riesige Auswahl gibt. Sonst bedeutet Veganismus nämlich nicht einfach Ernährungsumstellung, dann bleibt es wirklich ein Verzicht.

 

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