Online-Matching, also das richtige Zuordnen von Jobsuchenden-Profilen und Stellenausschreibungen will gelernt sein. Findet zumindest eine Stellensuchende, die das Online-Matching der Arbeitsagentur getestet hat - wenn auch unfreiwillig!
Dass die Bundesagentur für Arbeit online
nicht auf dem allerneusten Stand und auch ihre Stellenbörse nicht das
allerbeste Tool ist, um einen Job zu finden, sollte eigentlich jedem, der sich
mit dem Thema Online-Jobsuche ein wenig beschäftigt hat, klar sein.
Denn die Erfahrungen, die eine Arbeitslosengeld-I-beziehende-Bloggerin mit dem Online-Tool macht, stimmen alles andere als
optimistisch:
"Denn mit Entsetzen stelle ich fest, dass vor kurzem
eklatante Änderungen an meiner Biografie vorgenommen wurden. Zum Beispiel ist
mir kurzerhand mein Abitur aberkannt worden. Grmpf. Und auch die bisherigen
Tätigkeiten in diversen Firmen – ich bin Marketingfachkraft – wurden jeweils
komplett umbekannt, zum Beispiel in PR-Referentin."
Und, so stellte sich weiteren Verlauf der wirklich sehr
lesenswerten Geschichte heraus, solche Fehler beheben zu lassen, ist alles
andere als einfach: So sind mehrere Gespräche mit der Arbeitsberaterin sowie
ein Briefwechsel und ein frustrierendes Erlebnis mit einer Dame der ARGE
nötig, damit der Fehler im System dann doch nicht behoben wird.
Und wie, so fragt sich unsere Jobsuchende, wie soll sie
schließlich einen passenden Job finden, wenn das Profil und das Ergebnis des
Matching-Vorgangs nicht zusammenpassen? So kommt die unfreiwillige Testkandidatin
dann zu folgendem Ergebnis:
Es ist den Experten der Bundesagentur für Arbeit offenbar
nicht möglich, ein EDV-System so zu programmieren, dass es einfachste
Suchalgorithmen ausführt. Schade. Wie gut, dass die derzeit offiziell 3,3
Millionen Arbeitsuchenden nicht ausschließlich auf die Hilfe der Agentur für
Arbeit angewiesen sind.
Von Simone Janson



Die Coachings und Trainings von Carolin Lüdemann stehen im Zeichen der Schlüssel-qualifikationen. 
Gesendet von Hanspeter am 25.01.2010 um 20:41 Uhr #