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Stellen Sie sich folgende Situation vor. Sie sitzen nach einem stressigen Arbeitstag in der U-Bahn und wollen eigentlich nichts hören und nichts sehen. Oder aber sie sitzen im Zug gen Heimat und wollen in Ruhe in Ihrem Buch schmökern, das so lange schon ungelesen auf dem Nachtschränkchen lag. Jetzt hätten Sie Zeit und Lust, doch nun macht Ihnen nicht die Müdigkeit einen Strich durch die Rechnung, sondern der nervige Bass aus den Kopfhörern Ihres Sitznachbarn. Dem davor und dem fünf Reihen dahinter, natürlich auch. Wie angewachsen sitzen die kleinen Stöpsel in ihren Ohren, Dauerbeschallung hoch Zehn.

Sie merken: Mich nerven Ohrstöpsel tierisch und eigentlich würde ich ihnen keine weitere Beachtung schenken. Eigentlich...

...Denn, meine neuste Entdeckung in Sachung Fliegenpilz, die ich richtig originell finde, sind inkosequenter Weise obige Ohrstöpsel. Zu meiner Entschuldigung habe ich aber gute Gründe hervorzubringen.  Schließlich sprießen aus diesen Ohrstöpseln ulkige Fliegenpilze. Ein Fliegenpilz am rechten, der andere am linken Ohr. Ein wirklich lustiges Bild und bestimmt recht erheiternd, wenn einem auf diese Weise die sonst störenden Ansätze von Musik entgegenschallen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe es Musik zu hören. Doch ich lege mir eben gerne eine CD in den Player, drehe das Autoradio auf oder klicke mich von Youtube-Video zu Video - und das alles ohne mir dabei etwas in die Ohren stopfen zu müssen. Wobei, bei den Fliegenpilz-Ohrstöpeln könnt ich fast eine Ausnahme machen.

Und seien wir mal ehrlich: Besser einen Ohrenpilz als Fußpilz, oder?