Aaaaaah! Ich bekomme ein Baby! Ein echtes Menschenkind! Ihr denkt jetzt sicher "Das ist ja ganz was neues, bestimmt wird's ein Junge!", aber ich sage euch: So real wie dieser Bauch an mir dran ist, so irreal ist die Vorstellung von dem, was da eigentlich drin ist!

Hin und wieder gibt es aber diese Momente völliger Klarheit. In denen fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen. Krass! Wir werden Eltern! Das kleine Ding, was da rauskommt, das bleibt! Und das geht auch nicht mehr weg! Das geht soweit, dass man es schon fast fühlen kann, wie es sich anfühlen wird, wenn das Baby erstmal in echt im Arm liegt!

Meine Freundin, die ebenfalls schwanger ist und im August Mama wird, hat mir neulich geschrieben: „Seit ein paar Tagen habe ich das große Gefühl von absoluter Liebe für dieses Kind in mir (klingt bekloppt, ist aber so!). Kennst du das?“

Und wie ich das kenne! Das fühlt sich an wie… Sonnenaufgang im Bauch! Oder wie Mousse au chocolat mit Orangenscheiben und einem guten Montepulciano dazu.

Da bekommt das Lied „Yummy, yummy, yummy, I got love in my tummy!“ eine völlig neue Bedeutung! Das sind die Glücksgefühle 2.0 von denen ich sprach. Man glaubt kaum, zu welchen Gefühlen man im Stande ist. Ich schätze, meinem Mann geht es da ähnlich, er wünscht dem Lütten zumindest jedes Mal eine gute Nacht und sagt ihm, dass er sich auf ihn freut! Aber er hat ihn halt nicht im Bauch. Ich würde ihm so gerne mal für ein paar Tage mal das Gefühl überlassen können, die Bewegungen im Bauch, das Glück, das Herzklopfen. Aber nicht länger, dann will ich es zurück!

Babys Bewegungen werden immer heftiger, aber bis auf den nervigen Schluckauf fühlt sich das schön an! Das Stups-Spiel ist übrigens vorbei. Er ist jetzt zu aufmerksam um einfach nur noch zurückzustupsen. Wir haben seit Sonntag die heißersehnte Frosch-Spieluhr und die scheint er ganz gut zu finden. Die erste Nacht allerdings hat ihn das völlig durcheinandergebracht, er war wacher als vorher und auch morgens um 6 schon wieder am rumsausen! „Weißt Du wie viel Sternlein stehen“ hat aber schnell seine Wirkung erzielt.

Die kommenden Tage wird er aber mit mehr Bässen konfrontiert sein. Wie jedes Jahr fahren wir mit 12 Personen zum Baltic Soul Weekender, dem Funk & Soul Festival am Weißenhäuserstrand. Nach dem Konzert von Katzenjammer letzte Woche war der Lütte am Tag darauf ein wenig erschöpft und hat sich nur dann und wann mal gemeldet. Man kann nicht früh genug anfangen, dem Nachwuchs die gute Musik näherzubringen. Da muss er durch! (Keine Angst, meine Ärztin hat mir da freie Fahrt gegeben!)