Liebe Zahnfee. LIEBE, LIEBE VERDAMMTE ZAHNFEE! Komm in die Puschen und mach endlich Deinen Job! 

Ich weiß nicht, ob es seine oder meine Schmerzgrenzen sind, die nun langsam erreicht sind, wahrscheinlich bedingt sich beides gegenseitig. Wüsste ich es nicht besser, würde ich denken (meine Nachbarn tun dies wahrscheinlich bereits), dass ich ein Schreikind habe.

Holladiewaldfee! Seine Launenumschwünge gehen echt ans Eingemachte und ich gebe zu: Ich bin alle. Akku leer. Kaum denke ich, dass ich wieder aufgeladen bin, selbst nach 8 ½ Stunden Schlaf, merke ich dass mein Akku keine besonders lange Lebensdauer mehr hat. Billigfabrikat.

Was also tun? Ich brauche ein Ventil. Ich brauche (noch mehr und vor allem für mich produktive!) Bewegung. Sport nach Uhrzeiten ist eigentlich nicht mein Ding. Ich habe nie regelmäßig donnerstags um 20 Uhr Lust auf Sport. Vor allem nicht um 20 Uhr. Und das, was ich gerne machen würde, ist leider erst so spät. Ich bin aber auch kein Läufer. Oder könnte aus Spaß radfahren. Ich muss also etwas finden, was nicht mit einer Gruppenentspannung im Anschluss endet. Ich brauch Rambazamba, ohne Choreographie, ohne Kopfarbeit, mit viel Auspowern (und gleichzeitig etwas Rückenmuskulaturaufbau)!


Was ich noch finden muss, ist ein toller Ort, an dem ich mit meinem Mann ein, zwei Tage verbringen kann. Das wurde mir heute mehr oder weniger befohlen von meinen Donnerstagsmamas. Wir brauchen dringend mal wieder Zeit zu zweit. Nicht auf einer Party oder auf einem Konzert, sondern nur wir als Ehepaar. Das kommt nämlich auch zu kurz, denn was mir gestern Abend vor dem Schlafengehen trotz immenser Müdigkeit noch aufgefallen ist: Ich kann nicht abschalten. Ich war diejenige, die um 22 Uhr todmüde war und wegen der wir die Limited Edition Star Wars abgebrochen haben. Und derjenige, der eigentlich noch wach war, hat schon beim Lichtausknipsen geschlafen.

Ich versuche es schon mit progressiver Entspannung. Sprich: Alles anspannen, halten, loslassen. Klappt physisch auch, aber ich habe bemerkt, dass ich innerlich nicht entspanne.  Nie. Niemals nie. Ich habe immer eine innere Wartehaltung, einen Ticker, der To-Do-Listen erweitert, einen hochsensiblen Sensor für das kleinste Geräusch aus dem Kinderzimmer. Immer absprungbereit, immer müde vom Stand-by und vom gedanklichen Listenabhaken.

Meine kurzfristigen Pläne sind also: Einen körperlichen Ausgleich suchen ohne halbstündige Anfahrt und einen romantischen Ausgleich suchen mit mehr als halbstündiger Anfahrt. Tipps?