Ich bin ein Frühlingskind. Vielleicht liegt es daran, dass ich tatsächlich im April Geburtstag habe. Hauptsächlich liegt es aber einfach am Licht und an der Wärme.

Ich bin weder Nacht- noch früher-Morgen-Mensch. Um diese Zeiten ist es meistens kalt und dunkel. Ausnahmen wie warme Sommernächte bestätigen die Regel. Da ist es dann eben warm und dunkel.

Ich mag keinen Schal tragen müssen, mag barfuß in meinen Schuhen gehen, ich mag lieber lauen Wind als eine kühle Brise im Nacken, ich mag die Jeans hochkrempeln und die erste Vitamin-D-Dosis des Jahres an meine Waden lassen. Ich mag die Nase in den Himmel halten, lieber in die Sonne blinzeln, als gegen den Regen. Ich mag den Geruch von Frühling, das wilde Gezwitscher um mich herum, tief durchatmen und die ganze Frühjahrs-Aufbruchstimmung in mich aufnehmen.


Die letzten sommerlichen Tage (bevor es ab Donnerstag wieder Spätwinter werden soll) haben Anton und ich genutzt um den Buggy einzuweihen und große Runden zu drehen. Gerade gestern sind wir durch die Luhe-Gärten spaziert (wer braucht schon Planten & Blomen), durch die Winsener Innenstadt, haben Enten bestaunt und Eis gegessen. Ja, Anton auch. Ein bisschen von meinem. Er liebt den Frühling so wie ich, verweigert die Schirmmütze, genießt die Wärme und die Millionen neuer Eindrücke. Besonders begeistert ist er von Bäumen und befühlt Blätter, Nadeln und Rinde mit Ehrfurcht.

Er hat seiner Oma und mir am Sonntag auch tatkräftig im Weg gesessen bei der Gartenarbeit geholfen. Nun sind Rasen und Beete geharkt, Unkraut gejätet, die Rosen beschnitten, Schnecken gerettet und Perlhyazinthen gepflanzt. Wir hoffen, dass das Wetter am Mittwoch noch so schön bleibt, wenn hier sechs Mamas mit sechs Babies den Tag verbringen.

Dass der Frühling sich dann erstmal wieder verabschiedet, ist mir für das Wochenende egal. Es ist mir sogar recht, denn dann ist es nicht so schlimm, dass mein Mann höchstwahrscheinlich nicht daran denken wird, ne Runde mit seinem Sohn nach draußen zu gehen. Spazierengehen ist nicht so seins... Ich selber verbringe das Wochenende mit meiner Mama im Schlosshotel Groß-Plasten und lasse mich verwöhnen!

P.S.: Apropos mein Mann: Ja, er hat die Süßigkeiten-Verstecke tatsächlich gefunden. Es hat eine Weile gedauert, aber er ist ein Spürhund. Man muss aber dazu sagen, dass er ja suchen sollte und dementsprechend wusste, dass etwas versteckt ist. Sollte er diesen Eintrag nicht lesen, weiß er nicht, dass ich bereits zwei weitere Verstecke benutze. Noch ist alles darin MEINS :)