Ei, ei-ei, Ei-didei-didei, nein-nein, Mma, bwwrrrrrrrrrr. Das ist das bisherige Vokabular.

"Mama" sind sowohl mein Mann als auch ich und eigentlich bedeutet es mehr sowas wie "mach mal". Im Sinne von "Nimm mich auf den Arm", "Schenk mir Aufmerksamkeit". Manchmal macht er auch einfach nur Spuckeblasen und man hört ein andauerndes "Ma!" wenn die Blase platzt. "Papa" ist alles, was oben hängt. Das klingt lustig, aber es fing mit dem Holzpapagei an (hätte ich das Ding bloß Vogel genannt!) und mittlerweile sind alle Deckenlampen "Papa" ebenso wie herabhängende Zweige der Tannen im Garten. Wenn mein Mann nach Hause kommt wird er hingegen fröhlich mit "Mama!!" empfangen.


Er kann mir meine Nase zeigen (Anton, wo ist Mamas Naaaase?) und es auch sagen, er weiß was heißßßßßßßßßßßßßßß ist (die Heizung, der Kaffeebecher, das gekochte Ei), er sagt Ei (zum Ei) und macht ei-ei und streichelt dann wahlweise sein Schaf oder unser Gesicht.

Was uns am meisten Spaß bringt ist aber Ei-Didei-Didei. Es ist ein Frage-Antwort-Spiel, überall kompatibel, ob im Buggy, im Auto, beim Frühstück oder auf dem Arm. Ich sage Ei-Didei-Didei? Und er antwortet "Ei-Didei-Did..(das Ende ist variabel)." Und so geht das dann hin und her und hin und her.



Zu Oma sagt er herzlich "Mma", das "O" will ihm nicht über die Lippen.

Er macht das Signal (Baby Gebärdensprache) für "Vogel" und "Hund" ist ihm auch schonmal passiert. Intuitiv irgendwie, aber im richtigen Moment. Außerdem meine ich so langsam "Essen" zu erkennen, er steckt sich dann den Zeigefinger in den Mund. "bwwwwrrrr" soll das Geräusch in Wortform darstellen, dass man automatisch macht, wenn man ein Auto auf dem Boden rumschiebt. Das hat er natürlich von uns übernommen. Egal, ob es sich dabei um ein Auto, um Pappe oder die Computermaus handelt, der er vor sich rumschiebt. Rumschieben tut er derzeit vor allem gern Kartons oder den Staubsauger als Lauflernhilfe. Entzückend!

À propos Essen: Anton hat vor 3 Tagen beschlossen, die Morgenflasche auszulassen. Direkt nachdem wir Mädels beim Frühstück darüber gesprochen haben, wann das wohl soweit ist. Gefrühstückt hat er ja schon seit Monaten, jetzt frühstücken wir aber früher und können das nun auch als kleine Familie noch gemeinsam machen, bevor mein Mann zur Arbeit muss. Es gibt abwechselnd Alnatura Kinder-Müsli mit Milch und frischen Obststückchen (Banane und Erdbeer), oder Brot mit Frischkäse und komplett zuckerfreier Marmelade (Bio-Tiefkühl-Beeren, Konfigel und Xylit) oder Frühlingsquark und dazu eine Banane, ne halbe Kiwi oder Erdbeeren. Am Wochenende auch gern ein gekochtes Ei. Nun weicht das Morgenbrot endlich mal vom Abendbrot ab (bei dem er mit Vorliebe ausgelutschte Tomatenschalen auf dem Boden verteilt, die Banane morgens isst er wenigstens auf).

Die Marmelade ist übrigens köstlich und auch für euch figurbewusste Leser interessant, denn Xylit ist sogar gesund für die Zähne!

Was ich damit sagen will: ES MACHT SPAß!!!  Seine ersten Worte, seine Freude über bekannte Gesichter, sein Essverhalten... all das macht die Zeiten, die jetzt grad sonst nicht so einfach sind mit ihm (klammern, nölen, schlafen), wieder wett.

Schön wäre es allerdings, wenn er mein durchaus eindringliches "Nein!" auch mal als Nein verstehen würde. Er imitiert mich sogar und macht "Nei-nei-nei.." aber er hat den Sinn dieses Worte leider noch nicht kapiert. Wahrscheinlich heißen für ihn einfach verdammt viele Sachen Nein. Austesten ist das nicht mehr. Das ist Arbeitsverweigerung.