Statt voll in die Medien einzusteigen (sorry, gestern war ich dazu nicht mehr in der Lage), steige ich heute nur theoretisch in ein Medium ein, passend zum heutigen Küchenexperiment. Das Kochbuch "Kochen für Babies" von GU.
Seit die Kinderärztin einer Freundin ihr sagte, dass Babies eigentlich schon mit 6 Monaten viel mehr an unterschiedlicher Kost vertragen, als wir glauben und die Italiener über uns Deutsche lachen würden (ich sage das so "vorsichtig", denn eigentlich hat sie behauptet, dass sie bereits alles essen könnten, das wage ich aber zu bezweifeln), bin ich was Antons Ernährung angeht, ziemlich locker umgegangen. Er war zu dem Zeitpunkt bereits 8 Monate alt und aß von Anfang an sehr gut.

Ein paar Regeln habe
ich eingehalten, die sind aber auch selbstverständlich: Kein Zucker, kein
rohes Fleisch, kein roher Fisch, möglichst kein Salz, keine anderen Gewürze,
nichts hartes Kleines, was in die Luftröhre gelangen könnte. Und mit Joghurt
und Quark hab ich lange gewartet, eigentlich bis jetzt (Joghurt und Quark haben
lange Eiweißketten, die die kleinen Nieren noch nicht verarbeiten können.
Antons jedenfalls nicht. Es kam dann alles wieder raus. Jetzt nicht mehr.).
Dennoch habe ich ihn im Prinzip alles probieren lassen, was ihn interessierte und es hat ihm nicht geschadet. Er isst wirklich fast alles und ist neugierig auf Neues. Entweder er mag es (wie gestern den Bergkäse!) oder er spuckt es wieder aus (wie Wurstaufschnitt. Was meine vegane Freundin B. jetzt ungemein freuen wird :)).
Heute habe ich aus dem GU-Kochbuch für Babies zwei Rezepte ausprobiert.

1) Kleine
Apfel-Hafer-Brötchen als Zwischensnack und für unterwegs
2) Flocken-Pfannkuchen "Italia"
Die Brötchen sind köstlich! Drei
Stück sind davon heute schon verschwunden. Die hat nicht nur Anton gegessen! Das
Rezept ist simpel und ich habe es haargenau befolgt, der Teig klebt leider wie
sau, mit bemehlten Händen geht's dann aber viel besser. Herausgekommen sind wie
beschrieben fast 30 kleine Brötchen, auf die sich Antons Freunde am Samstag
freuen dürfen! Ich habe sie einfach eingefroren und werde sie nach Bedarf kurz aufbacken oder toasten.

Dann die Geschichte mit den Pfannkuchen.

Oh ja, auch die Pfannkuchen sind
köstlich! Zwei von den Dingern sind aber für einen allein dann doch etwas
viel. Anton hat zwei Pfannkuchen gegessen?! Nein, ich. Anton hat ihn gleich
wieder aus dem Mund fallen lassen und unverschämt seine Schnute verzogen und
den Kopf geschüttelt. Er hätte stattdessen seinen Kartoffel-Blumenkohl-Erbsen-Wildlachs-Notfall-Matsch
kriegen sollen. Mit Kokosmilch. Der
Gourmet. Nur hat die bisher perfekt mitarbeitende, Spülmaschinen- und
Mikrowellenfeste Plastikschüssel nach der Aufwärmphase so ausgesehen:

Das wiederum wird meine Mama freuen. Ich soll sein Essen ja
sowieso nicht in der Mikrowelle auftauen. Und ich hab's ihm natürlich nicht gegeben!
Lachs-Matsch an Schmelzplastik... nee. Im Endeffekt gab's also ne Stulle für
den Lütten und ein halbes Bio-Wiener-Würstchen (spuck!), beides hat er nicht
aufgegessen. Appetit war wohl weg nach so viel Durcheinander.
Solche Tage gibt's dann eben auch. Meistens dann, wenn ich mal was tolles Neues ausprobiere, was nicht nur mal eben "Gemüse schnibbeln" ist.
ABER: Die Pfannkuchen sind tatsächlich wirklich köstlich! Ziemlich dick, so dass man sie nach Erkalten auch in Ecken schneiden und mitnehmen kann. Zu einem Picknick beispielsweise. Ein bisschen Pfeffer könnten sie vertragen, für die Großen. Muss aber nicht. Und vielleicht auch das beschriebene Basilikum, was ich heute nicht da hatte. Daran lag's bestimmt, dass Anton sie nicht mochte :)
Für alle Mamas, die sich jetzt schon über den Beginn der festen Nahrung beim Baby Gedanken machen: Lasst euch nicht von den vielen Stimmen einschüchtern! Es ist völlig Banane ob ihr mit dem Morgen-, Mittags-, Nachmittags- oder Abendbrei anfangt! Es geht in den ersten Wochen nur darum, das Kind an die neue Konsistenz und vor allem den Löffel zu gewöhnen. In meinem Bekanntenkreis gab's alle Varianten und alle Babies sind gesund und glücklich und mehr oder weniger gute Esser.
Zu dem Buch an sich schreibe ich dann nochmal was im "Medienpost". Huch... nur noch 3 Tage...



Susanne zieht aufs Land. Was wie der Titel eines Pixi-Buches klingt, ist für die 29jährige vor kurzem Realität geworden: Verheiratet, die Geburt von ihrem Sohn Anton, Dorfleben... und jetzt? Über ihren Alltag zwischen Job, der Geburt und der neuen Lust auf’s Land schreibt sie in diesem Blog!
Gesendet von B. am 20.06.2012 um 17:50 Uhr #
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