Trommelwirbel: Heute in 11 Tagen kommt mein Sohn zur Welt, wenn er es sich nicht überlegt, noch früher zu kommen! Der 23. Juni 2011 wird sein Geburtstag sein. Natürlich wird die Sonne scheinen, wenn nicht am Himmel, dann sicherlich in unserem Stationszimmer!
Er wird per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, was zum einen medizinische Gründe hat (die Symphysen-Geschichte), mir aber andererseits wirklich sehr zupass kommt. Ich lege nämlich keinerlei Wert auf die Geburtserfahrung, die andere Mütter so herbeisehen, währenddessen dann verfluchen und im Nachhinein rosarot anmalen. Nööö, ich bin sogar ganz dankbar, dass ich weiß, dass ich morgens um 8 Uhr schmerzlos im Krankenhaus ankommen werde und mir dann ganz gemütlich der Bauch aufgeschnitten wird. Ich verzichte an dieser Stelle dankend auf alle Gegenargumente, ich saß schon oft genug deswegen auf der Anklagebank und bin –das könnt ihr mir einfach glauben- wirklich zufrieden mit dieser Entscheidung.
(Diese Karte haben das Baby und ich schonmal vorab von jemandem aus Taiwan über Postcrossing bekommen)
11 Tage… vor kurzem fand ich 3 Monate noch wirklich aufregend, dann war es der Mutterschutz, der das alles irgendwie realer gemacht hat (aber auch nur bedingt), dann der Juni, ab dem ich behaupten konnte, DIESEN Monat ein Kind zu bekommen, jetzt ist es plötzlich „übernächste Woche“.
Übernächste Woche Donnerstag. Ab übernächster Woche Donnerstag bin ich Mama. Mein Mann ist Papa. Meine Mama ist stolze Oma. Mein Papa Opa. Seine Freundin irgendwie auch Oma. Meine Schwester hyperaufgeregte Tante. Meine Schwägerin ist auch wieder Tante. Meine Nichte kriegt einen Cousin. Meine Schwiegereltern werden erneut Opa und Oma. Oh ich könnte so weiteraufzählen, unsere Familie hat ungeahnte Ausmaße. Aber Fakt ist doch: Wir sind dann zu Dritt und der Kleine wächst in eine Familie hinein, die ihn schon sehnlichst erwartet und ihn überschütten wird mit Liebe!
Ein winzigkleiner Mensch kommt dann auf die Welt, passt in die Strampler, die ich fast nicht festhalten kann, so klein, wie die sind. Er kann kaum was sehen am Anfang, alles ist neu, alles ist aufregend und verstörend gleichermaßen. Er wird trinken, schlafen und schmusen wollen. Er wird die Windeln vollmachen und völlig abhängig sein von uns. Er ist ein kleiner vorurteilsfreier Junge, der bunte Stofffetzen interessanter finden wird als Facebook. Der verwundert komische Laute aus unseren Mündern wahrnehmen und ohne Vokabelheft sprechen lernen wird. Der sich nicht anders ausdrücken kann als durch weinen oder lachen. Der es nicht unpassend findet, jemanden offensiv anzustarren.
Ich bin voller Glück und Vorfreude!
23. Juni. An diesem Datum haben laut Wikipedia schon vier Katastrophen stattgefunden. Der Kleine macht das alles wett. Außerdem hat er am selben Tag Geburtstag wie Glen Danzig, was meinen Mann besonders freut. Zinedine Zidane wurde da auch geboren. Er könnte also Rockstar oder Fußballheld (inklusive Kopfnuss gegen dreiste Italiener) werden.
Noch 11 Mal schlafen. Und dann erstmal wohl nicht mehr so viel schlafen.



Susanne zieht aufs Land. Was wie der Titel eines Pixi-Buches klingt, ist für die 29jährige vor kurzem Realität geworden: Verheiratet, die Geburt von ihrem Sohn Anton, Dorfleben... und jetzt? Über ihren Alltag zwischen Job, der Geburt und der neuen Lust auf’s Land schreibt sie in diesem Blog!
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