Da bereitet man sich schon als junges Mädchen vor. Spielt „was wäre wenn“ schon dann, wenn noch gar nichts Brauchbares zum Heiraten da ist. Und wenn es dann soweit ist – Peng! – Dann steht man da mit dem Diamantring am Finger und hat keinen blassen Schimmer, was jetzt eigentlich kommt.

Eins wusste ich aber: Erstmal abwarten, ist keine gute Idee. Ich habe zuzusagen 30 Jahre lang gewartet. Heißt, keine Zeit verlieren – schöner werde ich nicht.

1. Schritt: Auf die Frage, die ich brav mit Ja beantwortet habe, folgt ohne große Verzögerung die Frage: Wann? Auf eine präzise Antwort kann man nur hoffen, bekommt sie aber selten. Heißt, man muss bereits beim Stellen der Frage, die Antwort kennen. Die errechnet sich wiederum, aus der Zeit die wir brauchen, um eine ordentliche Hochzeit auf die Beine zu stellen.

1. Problem: Wie lange dauert so was?

2. Schritt: Alle Brautmagazine aus allen Zeitschriftenläden der Stadt kaufen, um danach die Gewissheit zu haben, auch die haben auch keinen Plan, zumindest nicht für mich, aber Unmengen von Kleidern, Schuhen, Frisuren und Ringen. Seltsam ist nur: alles ohne Preise!

2. Problem: Legen Sie Ihr Budget fest! Witzig! Wie denn, wenn augenscheinlich nichts einen Preis hat. Hochzeit: Land des imaginären Geldes!

3. Schritt: Kein Budget, aber eine Jahreszeit! Hochsommer? Kommt nicht in Frage! Ich will ja nicht mein x(?) Euro teures Kleid vollgeschwitzt bekommen. Gratulanten mit dem Bedürfnis nach Umarmung gibt es immerhin einige. Winter? Ist zu kalt und findet mein Zukünftiger doof. Unsere Möglichkeiten schrumpfen. Frühling? Heiratsantrag Ende Februar. Zu knapp! Und ein Jahr warten? Nee. Dann bin ich nämlich ein nervliches Wrack. Bleibt noch der Herbst. Geht doch! 21. September 2012

3. Problem: „Und warum heiratet Ihr im September? Da ist das Wetter doch nicht mehr schön! Bla, bla!“ Logische Antwort: Weil wir eben im September heiraten. Und welches Wetter überhaupt? Dieses: Wir werfen alle Jahreszeiten in einen Topf, nehmen die Höchsttemperaturen wieder raus und gießen das Ergebnis wahllos über Deutschland aus?

1. Lösung: Wir entscheiden! Wir bezahlen, was es kostet! Und wir sind ganz schön aufgeregt!