Ich bin Mittwoch beim Zappen im SWR gelandet. Eine Dokumentation porträtierte Harald Glööckler, den schrillen Modemacher. Da konnte ich einfach nicht weiter schalten. Von dem bin ich zwar oft genervt, aber der ist ja so verrückt das musste ich einfach sehen. Außerdem wollte ich nicht noch weiter nach einer anderen Sendung suchen.
Die Sendung zeigte seine Auftritte in der Jury von Let’s Dance, dazu gab es Kommentare von den Kandidaten. Einen Großteil nahm sein eigentliches Geschäft ein, die Mode. Auftritte bei Shoppingkanälen gehören für ihn anscheinend seit Jahren zum Alltag. Ein Karl Lagerfeld ist er auf jeden Fall nicht. Zu all seinen Auftritten begleitet ihn sein Lebensgefährte. Hätte ich gar nicht gedacht- den sieht man schließlich nie.
Einen Rückblick auf die Anfänge seiner Karriere gab es nicht, Kritik wurde auch nicht gezeigt. Nur einige Sätze zu seiner gestorbenen Mutter, für die er einen Ersatz in Gina Lollobrigida gefunden hat. Keine Ahnung, wer das sein soll.
Was mich sehr irritiert hat, waren Briefe von seinen Fans. Wieso hat dieser Mann ihnen Lebensmut zurückgegeben? Durch seine Mode? Kann ich ja nicht verstehen. Ich fand nämlich alles, was in dieser Sendung gezeigt wurde, furchtbar. Alles kitschig, bunt, glitzernd, überall Pailletten und Krönchen.
Und damit kommen wir schon zum Ziel dieses Paradiesvogels: Er will jede Frau zur Prinzessin machen.Na ja, jedem das Seine. Meine Einstellung zu Harald Glööckler hat die Sendung nicht verändert. Er ist immer noch schrill, anstrengend, einfach eine Spur zu viel. Nicht mein Typ. Trotzdem gehört er für mich zur Let´s Dance Jury dazu. Er nervt, aber ohne ihn ist es auch langweilig.




