Was war das denn bitte für ein Finale von „Desperate Housewives“ am Mittwoch! Da könnte ich mich heute noch aufregen. Es war wirklich eine Folge lang geballte Langeweile. Ich will nicht ganz so hart sein, aber es gab wesentlich bessere Staffelfinale. Die eigentliche Action gab es ja in der Vorwoche, als Felicia Paul töten wollte, was Susan ja verhindern konnte. Dieses Mal kehrte Susan dann in ihr Haus, in ihre Straße zurück. Aber niemand hatte Zeit für sie, alle waren mit ihren privaten Problemen beschäftigt. Als ihre Freundinnen das einsahen, veranstalteten sie einen Dinnerabend; jeder Gang in einem anderen Haus. Als die Gäste bei Bree ankamen, liebte sie sich gerade mit Chuck, so dass sie sogar ihren Braten vergaß. So etwas hätte es früher bei Bree nicht gegeben, ich finde diese Entwicklung genial.
Als dann Familie Solis an der Reihe ist, geht Gaby zum Haus zurück, um alles vorzubereiten. Doch dazu kommt es nicht. Ihr Stiefvater ist zurück! Gaby hatte Alejandro zuvor im Wald mit einer Waffe bedroht, verständlich, bei dem, was er ihr alles angetan hat. Ich konnte richtig mit ihr fühlen. Carlos konnte seine Frau retten, tötet dabei allerdings Alejandro. Mithilfe von Susan, Bree und Lynette wurde die Leiche versteckt. Einen schönen Moment hatte diese Aktion auch: Carlos hat Bree endlich vergeben. Die Arme hat mir Leid getan, aber jetzt ist Carlos in genau der Situation, in der Bree jahrelang lebte.
Einzig eine Sache war richtig, richtig traurig: Die Scavos wollen sich trennen. Ihre Ehe ist am Ende. Ich finde diesen Schritt unglaublich schade, die zwei waren so ein tolles Paar. Aber in dieser Staffel hat es zwischen den beiden ja des Öfteren gekracht. Vielleicht ist es so das Beste.
Das war ein komisches Finale. Im Vergleich zu den vorherigen absolut unspektakulär. Erst am Schluss der ersten Staffel wurde das Geheimnis gelöst, in Staffel zwei gab es die Begegnung zwischen Orson und Bree sowie die Flucht der Familie Applewhite. Wirklich spannend wurde es im Finale der dritten Staffel. Niemand wusste damals, ob Edie ihren Selbstmord-Versuch überlebt. In der vierten Staffel drehte sich vieles um Katherine, am Ende gab es den Zeitsprung. Staffel fünf endete mit der Schwangerschaft von Lynette und einer Hochzeit, bei der man nur Mike als Bräutigam erkannte. Jeder rätselte, ob es wirklich Susan hinter dem Schleier war. Das Ende von Staffel sechs war gleichzeitig Susans Auszug und Pauls Neuanfang.
Ich fand all das spannender als dieses Finale. Wir haben nur noch eine Staffel vor uns, dann wird die Serie eingestellt. Ich will definitiv wissen, wie es weitergeht, aber den ultimativen Spannungskick verspüre ich so gar nicht. Schade, schade. Ich kann nur hoffen, dass die neue Staffel wirklich alles gibt, das ganze Pulver verschießt, alles andere wäre sinnlos. Und wie ich die Macher einschätze, werden sie die Serie gut zu Ende bringen. Ich freue mich darauf, bin aber traurig, dass es dann für immer vorbei sein wird.






